Der Berg ruft… - und ich gehe wandern!
Mit Vergnügen in Gesellschaft, aber jederzeit auch gerne auf SOLOTOUR.
Die Begeisterung für das Bergwandern hat mich gepackt und lässt mich brennen. Der unermüdliche Antrieb, die Wanderstiefel zu schnüren und den Rucksack zu packen ist einfach da und überträgt sich auch in den Alltag.
Es zieht mich raus, raus in die Allgäuer Berge vor meiner Haustür.
Unterwegs in den Bergen komme ich körperlich in Bewegung und innerlich zur Ruhe. Irgendwie schräg, aber wunderbar.
Wandern macht mir einfach Spaß und ich bin am liebsten draußen unterwegs. Ich brauche Bewegung und den Himmel über mir, damit es mir gut geht. Wenn ich länger nicht draußen war, werde ich unruhig und bin schlecht gelaunt. Dabei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen. Schon einfache Bergerlebnisse lassen mich strahlen, sie machen glücklich und machen mein Leben unvergesslich!
Ich genieße es mit meiner Familie, Freunden und Bekannten auf Tour zu gehen. Genauso schätze ich auch den geselligen Teil von Unternehmungen aller Art und das gemeinsame Erlebnis.
Und dennoch ziehe ich auch regelmäßig alleine los. Warum ich auch mit Vorliebe auf SOLOTOUR gehe? Das ist eine gute Frage. Darüber mache ich mir keine großen Gedanken. Ich tue es einfach.
Es gibt ein Ziel, eine Tour, für die ich mich schon zuvor entschieden habe. Ich bin vorbereitet und die Bedingungen passen. Ein Hauch von Abenteuer liegt in der Luft. Das reicht an Motivation und ich schultere meinen Rucksack.
„Ist das nicht gefährlich?“ Diese Frage muss ich mir oft gefallen lassen.
Mitunter unterstellt man mir auch Leichtsinn.
Ich persönlich empfinde das Alleine-Wandern nicht als gefährlich. Ich bereite mich immer gut auf meine Touren vor, ich habe Erfahrung und weiß, was ich tue und mir zumuten kann. Ob und wie gefährlich es unterwegs wird, hängt in weiten Teilen von mir selber ab. Entscheidend ist, die Demut vor den Bergen zu bewahren. Und auch ich möchte immer wieder heil nach Hause kommen…
Ein Berg, ein Gipfel, gehört dir erst, wenn du wieder sicher im Tal bist.
(frei nach Hans Kammerlander)
Darüber hinaus gibt es im Netz und anderswo zahlreiche Tipps zum Thema, wie man das Risiko auf Bergtouren, speziell auch auf Solotouren, auf ein Minimum reduzieren kann.
Dabei geht es dann um Ausrüstung, Technische Hilfsmittel, Tourenwahl und -vorbereitung, Sicherheit und Erste Hilfe, persönliche Leistungsfähigkeit sowie natürlich das Wetter.
Immer wieder auch allein auf Bergtour zu gehen bedeutet für mich ganz bei mir zu sein. Ich fühle mich frei und unabhängig. Ich kann meine Gedanken schweifen lassen. Keine Ablenkung, keine Einschränkung. Niemand stellt Ansprüche an mich und ich muss auf niemanden Rücksicht nehmen.
Ich treffe meine Entscheidungen, dabei muss mein Blick klar sein für das, was wirklich wichtig ist. Mit jedem Höhenmeter, den ich aufsteige, bleibt der Alltag zurück und meine Aufmerksamkeit konzentriert sich auf das Hier und Jetzt.
Wenn ich meine Schuhe schnüre und den Rucksack schultere, dauert es meist nicht lange und ich finde einen Tritt, meinen Rhythmus. Nach wenigen Schritten schon werde ich innerlich ganz ruhig. Mein Körper sagt mir, in welchem Tempo ich mich bergauf bewegen soll. Der Kopf meldet mir meine Tagesform. Immer wieder schaue ich mich um, atme tief durch, genieße An- und Ausblicke. Irgendwie fügt sich alles zusammen, meine Schritte, meine Gedanken, der Weg und die Natur. Es läuft sich fast wie von alleine und ich bin da, wo ich hin wollte…
Ich laufe in meiner Komfortzone. Damit bin ich im Urlaub für Geist und Seele. Entspannt. Zufrieden. Mühelos. Neuerdings sagt man da wohl „Ich bin im Flow“!
Jenseits der Baumgrenze ist die Aussicht berauschend, die Weite oft überwältigend. Steige werden steiler, ausgesetzter. Ich checke meine Belastbarkeit, schließlich variiert die körperliche Fitness genauso wie die mentale von Tag zu Tag. Je nach meiner persönlichen „Akkustandanzeige“ entscheide ich, ob ich weiter gehe, umplane, abkürze oder umkehre.
Ich bestimme meine Pausen, trödle oder fotografiere, schaue in die Landschaft oder verlasse gezielt auch mal meine Komfortzone. Das alleine Wandern lehrt mich mir selbst zu vertrauen und stärkt damit neben meiner Wadenmuskulatur auch meine Psyche.
Unterwegs werden alle Anstrengungen mit tollen Ausblicken und herrlichen Bergmomenten belohnt. Am Ende der Tour bin ich stolz, zufrieden und glücklich. Stundenlang war ich konzentriert und fokussiert. Ruhig und entspannt, oft auch mit einer neuen Perspektive auf die Dinge des Alltags kehre ich nach Hause zurück. Meine Solotouren helfen mir die Balance im Leben zu finden und zu behalten.
... und hier geht's zur Bilderstrecke einiger SOLOTOUREN
Rassige Traumtour
Vilsalpsee - Überschreitung Rauhhorn -Schrecksee -Kirchdachsattel - Landsberger Hütte -Traualpsee - Vilsalpsee
Ein Hochgenuss für Kraxelfans auf schmalen Steigen und ungesichertem Felsgelände mit wunderbaren Ausblicken und türkisblauen Bergseen.
Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und körperliche Fitness sind Voraussetzung.
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Landsberger Hütte am Fuße der Lachenspitze
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Vielbegangener Klassiker im Allgäu - der Hindelanger Klettersteig
Luftige und reizvolle Kraxelei über den Grat vom Nebelhorn zum Großen Daumen und über das Koblat zurück.
Die Kammüberschreitung erfordert eine tadellose Kondition sowie den souveränen Umgang mit Kletterfelsen auch ohne Drahtseil. Darüber hinaus ist zu vielen Gelegenheiten auch ein großes Maß an Geduld gefragt. Der Andrang auf den Klettersteig ist groß. Es empfiehlt sich immer genug Zeit für die durch ihre Länge beeindruckende Gratroute einzuplanen und das Wetter im Auge zu behalten.
Unterwegs auf dem HIndelanger Klettersteig
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Einmal rund um den Gaisalpsee - Vom Entschenkopf zum Rubihorn
Der Bergkranz über den Gaisalpseen ist eine lange Rundtour über grandiose Aussichtsberge. Gleich vier Gipfel machen die Tour für sportliche und sichere Bergwanderer zum Erlebnis. Ein Bad im Gaisalpsee zum Finale inklusive.
Heilbronner Höhenweg - berühmt und bekannt seit über 100 Jahren
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Sonnenuntergang an der Rappenseehütte
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Start auf den Heilbronner Höhenweg
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Der arg mitgenommene, einzige Gletscher der Allgäuer Alpen
"Schwarzmilzferner"
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Ausblick von der Mädelegabel
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Hartnäckige Schneereste im Sperrbachtobel
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Drei-Seen-Tour mit Überschreitung der Lachenspitze
Die Drei-Seen-Tour vom Neunerköpfle zur Landsberger Hütte ist ein landschaftliches Highlight und eine beliebte Wandertour. In Kombination mit der Überschreitung der Lachenspitze sind dabei großartige Tiefblicke auf Lache, Traualpsee und Vilsalpsee garantiert. Der Weg über das östliche Lachenjoch erfordert an einigen Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Schön gelegen -
die Landsberger Hütte
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Blickrichtung Strindenscharte - Tannheimer Tal
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Nordostgrat zur Lachenspitze
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Tiefblicke von der Lachenspitze auf Lache, Traualpsee und Vilsalpsee
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Charakteristisch geformter Gipfel - Tour auf den Hohen Ifen
Das havarierte Schiff über dem Kleinwalsertal ist der Orientierungspunkt schlechthin.
Der hohe Ifen ist ein eigenartig geformter Berg und von vielen Plätzen im Allgäu gut zu erkennen.
Bei herrlichem Sonnenschein, klarer Luft und Schnee Anfang September führt die Tour durch die mächtigen Ifenwände auf den Gipfel, mit einem Abstecher zum nahen Hahnenköpfle und über das bizarre Gottesackerplateau mit seinen scharfkantigen Kalkfelsen zurück.
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Blick über das Gottesackerplateau
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In diesem Sinne, packt Euren Rucksack und geht auch mal alleine los!
Diese neue Erfahrung macht stark und gelassen. Alles wird gut.
Eure Katja Wehr